K1M0 - Workshopkit

K1M0 - Workshopkit

Nagihan Avcu
Ruiwen Chen
Daniel Kern

K1M0 ist eine themenübergreifende Sammlung von bildungsrelevanten Workshopformaten zur Vermittlung von künstlicher Intelligenz. Eingebettet in eine iPad Applikation, vermittelt K1M0 nicht nur digitale, sondern auch analoge Übungen.


Analytisches Gestaltungsprojekt

SG2


Supervision
Prof. Benedikt Groß

01 Einführung

Rahmenbedingungen

Als analytisches Gestaltungsprojekt sollen die Studenten des zweiten Mastersemesters der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd sich mit der Mythologie rund um das Thema Künstliche Intelligenz befassen.

Angeleitet von Prof. Benedikt Groß ist das Ziel des Semesterprojektes dieser Thematik eine angewandte Ausrichtung zu verleihen, dadurch soll das abstrakte Thema auch dritten vermittelt werden. KI oder Machine Learning funktioniert selbstverständlich nicht wie ein magisches Werkzeug unserer Zeit, sondern muss von Entwicklern und Programmierern mit Informationen befüllt werden, um die gestellten Aufgaben bewerkstelligen zu können.

Teamvorstellung

Wir sind ein interdisziplinäres Gestaltungsteam aus drei Studenten der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Dabei kommen Ruiwen Chen und Daniel Kern aus der Produktgestaltung und Nagihan Avcu aus der Interaktionsgestaltung. Gemeinsam wollen wir unsere Kompetenzen bündeln, um das Thema Künstliche Intelligenz auf gestalterischer Ebene zu bearbeiten. Dazu ist es uns wichtig ein Projekt zu führen, dass nahe an zukünftigen Generationen liegt, da diese in nicht allzu Ferner Zukunft immer mehr mit künstlicher Intelligenz agieren müssen.
Wir sind davon überzeugt, dass diese neue Technologie unser aller Alltag in Zukunft neu bestimmen wird. In unserem persönlichen Umfeld werden immer mehr Diskussionen und autonom lernende Systeme geführt, wodurch sich zum Beispiel auch unser Beruf wandeln wird oder muss. Auch jetzt ist uns bewusst, dass sich unsere Welt wandelt und wir bei diesem Thema gerade einmal am Anfang stehen. Der Einzug der Systeme in unseren Alltag vollzieht sich immer schneller und an immer greifbareren Fallbeispielen.
Wir stehen trotz aller kritischen Aspekte diesem Thema vorwiegend positiv gestimmt gegenüber, da wir glauben, dass der gesellschaftliche Mehrwert überwiegt. Diesen Mehrwert möchten wir mit unserer Arbeit kommunizieren und für die positiven Auswirkungen auf unseren Alltag werben.

Machine Learning Workshop

Zu Beginn des Kurses konnten wir mit unserem gesamten Semester an einem Machine Learning Workshop teilnehemen. Dieser Workshop fungierte als Hinführung in das Thema und sollte allen Teams die Möglichkeit geben, selbst mit Machine Learning Programmen zu arbeiten und genauer zu verstehen, wie diese meist im Hintergrund agierendeden Programme funktionieren. Geführt wurde der Kurs von Andreas Refsgaard (https://andreasrefsgaard.dk/), einem dänischen Künstler und Programmierer, der Machine Learning nutzt um schnelle Prototypen zu testen. Sein Fokus liegt dabei nicht immer sinnhaften Projekten, sondern eher bei witzigen und schnell verständlichen Umsetzungen. Mit dieser Ausrichtung sollte auch den Studenten Machine Learning als kreative Möglichkeit der Kommunikation nahe gebracht werden.

Andreas leitete uns durch diverse Übungen, die uns die Möglichkeit gaben mit Hilfe von Webprogrammen und Beta Versionen von Machine Learning Tools kleine Projekte zu programmieren. Da der Workshop nur vier Tage dauerte, war es ihm besonders wichtig in kürzester Zeit interessante Ergebnisse zu erzielen. Dies erreichte er durch einen spielerische Ausrichtung der Übungen und vorgefertigten Code. Interessant war hierbei vor allem das Verständnis der im Hintergrund agierenden Datenbanken und dass diese zunächst befüllt werden müssen um ein funktionierendes Ergebnis zu erhalten. Eine Bilderkennungssoftware kann zum Beispiel ohne ausreichenden Input oft falsch liegen, sollten die Trainingsdaten fehlerhaft oder ungenügend sein.

Durch die vier Tage intensiven Tage und der Auseinandersetzung mit der Thematik entstand auch in unserem Team ein Gefühl des Verständnisses gegenüber Machine Learning. Unser Team konnte jetzt erkennen, dass Künstliche Intelligenz nicht darin besteht Input zu geben und ein verwertbares Ergebnis zu erhalten. Diese Erkenntnis ist die Grundlage für unsere Projektausrichtung, mit der wir den Inhalt den Andreas uns vermittelt hat auch anderen beizubringen, um die beinahe mystische Ansicht über KI zu überdenken.

Dieser Blockunterricht hinterließ bei uns ein nachhaltigen Eindruck, besonders durch das Verständnis, dass KI nicht automatisiert funktioniert, sondern aktiv mitgestaltet werden muss, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Dies funktionierte bei uns hauptsächlich durch das eigenständige Arbeiten unter Anleitung.