graphite. — A data network for humanitarian aid organizations.

graphite. — A data network for humanitarian aid organizations.

Nursel Kale
Sven Löchner

Die Kommunikation und Vernetzung von humanitären Hilfskräften untereinander sowie bereichsübergreifend ist ein essenzieller Bestandteil erfolgreicher Einsätze. Jedoch scheitert es hier meist an kleinen Einzelheiten wie der Dokumentation. Patienten können sich größten Teils nicht ausweisen, vorhandene Daten werden händisch festgehalten und anschließend aufwendig digitalisiert, Einheiten im Feld sind nur rudimentär miteinander vernetzt.

Ziel von graphite. ist es genau an diesen Punkten anzusetzen. Wir wollen die Einsatzkräfte miteinander vernetzen und die Kommunikation untereinander so wie bereichsübergreifend optimieren. Die Registrierung und Wiedererkennung von Patienten und Hilfsbedürftigen ist ein wichtiger Teil dieser Aufgabe. Durch die automatische Dokumentation in einer digitalen Datenbank sollen alle wichtigen Angaben festgehalten werden und im Verlauf als Informationsquelle für das medizinische Personal dienen, um ein optimales Behandlungsumfeld zu schaffen.


SG2 Analytische Gestaltung

SG2


Supervision
Prof. Benedikt Groß
Dr. Eileen Mandir
Ansgar Seelen

Hinführung

Auszug OCHA [1]
Auszug OCHA [2]

Auf diese hohe Zahl an Hilfsbedürftigen fällt, laut der OCHA, mit 4480 globalen Hilfsorganisationen nur eine kleine Zahl an Helfern, deren Kapazitäten leider nicht ausreichen um die aktuellen Lage zu stemmen und zusätzlich die Menschen zu versorgen.[3]

Der Alltag der Helfenden wird geleitet von Chaos, Stress, eigener Hilflosigkeit, Desorientierung.
Kurzgesagt, mit ganz vielen Emotionen, obwohl sie doch selber den klaren Kopf bewahren und rational handeln sollten. Zu den Aktivitäten solcher Einsatzkräfte gehören medizinische und psychologische Behandlungen von Kranken und Verwundeten, der Sanitärversorgung sowie die Unterstützung von Mangelernährten. Auch die Verteilung von Hilfsgütern und Ausführung von Impfkampagnen sind teil der Aufgabenfelder.

“The complexity of the various missions always demands new solutions from an emergency medical aid organization.”

— Margaretha Maleh | President of Médecins Sans Frontières Austria

Neben all diesen Faktoren stellt sich allerdings die Frage wo die Schnittstelle zu ziehen ist, dass eine Handvollmenschen mit den Massen von Hilfsbedürftigen vor Ort zurecht kommen. Die Suche nach einer Unterstützung ist dabei erheblich groß.

Helfer müssen in kurzer Zeit, mit wenig Informationen, wichtige Entscheidungen treffen, um die Lage vor Ort beruhigen und so vielen Menschen wie möglich helfen zu können. Doch wie richtig sind Entscheidungen, die ohne jegliches Vorwissen und wenig Information getroffen werden. Und warum ist es in der aktuellen doch so fortgeschrittenen digitalen Welt so schwierig, eine Lösung für das so offensichtliche Problem - Informationsmangel bzw. Informationsverlust - zu finden.