Wie gierig bist du? - Der Luftballon-Test zur Messung deiner Gier

Wie gierig bist du? - Der Luftballon-Test zur Messung deiner Gier

Lara Engelbrecht
Linn Klaas
Sophie Vollmer

Im Wahlpflichtkurs Interaktive Kommunikationssysteme 2 bestand die Aufgabe des Semesters darin, ein interaktives Kommunikationssystem für die aktuelle Ausstellung des Haus der Geschichte Baden-Württemberg zum Thema “Gier” zu gestalten. Da die Kooperation lediglich das Thema “Gier” vorgab, waren viele Freiheiten bei der direkten Themenwahl gegeben. Diese Dokumentation beschreibt den Weg unserer Themenfindung und Gestaltung einer Anwendung zur Messung der Gier der BesucherInnen.


Interaktive Komunikationssysteme / Ausstellungsgestaltung

KG4, IG4, IoT4


Supervision
Prof. Marc Guntow
Prof. Jens Döring

Themenfindung

Durch die Kooperation mit dem Haus der Geschichte in Stuttgart ist das Oberthema “Gier” bereits vorgegeben. Nun ist es uns überlassen, welche genaue Thematik dieses doch recht breit gefächerten Bereiches wir genauer in einer Ausstellung vermitteln wollen. Vom HdGBW erhalten wir eine Liste über die Inhalte, die aktuell ausgestellt werden.

Also sammeln wir selbst Ideen, welche direkt oder indirekt mit Gier zu tun haben und uns persönlich am meisten ansprechen. Dabei ergeben sich Stichpunkte, welche materielles und immaterielles Streben behandeln, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigen, positives und negatives auswiegen und das Verhalten bzw. das Gefühl der Gier selbst ermitteln sollen.

Letztendlich erscheint uns die Frage “Können wir Gier kontrollieren?” als die spannendste, mit vielen Möglichkeiten eine anschauliche Informationsvermittlung gestalten zu können.

Folgend geht es an eine detailliertere Ausarbeitung der Ausstellung. Die einzelnen Stationen und ihre Thematiken werden aufgelistet, sortiert und erklärt.

Sprint

Auf unserer Entscheidungsfindung aufbauend, arbeiten wir eine mögliche Ausstellung in einem 10 Minuten Sprint aus. Dabei wird auf das Szenografische, Deskriptive und der Kontext fokussiert.

Im szenografischen Teil soll ein Raum eine ruhige, helle, friedlich meditative Wirkung auf die MuseumsbesucherInnen haben. Dabei liegt der Fokus auf 15-25-Jährigen. Bevor eine BesucherInnengruppe den Raum betreten darf, wird eine Auswahl an gratis Gegenständen vorgelegt, wie z. B. Kugelschreiber, Süßigkeiten, Notizblöcke etc., von welchen beliebig viele genommen werden darf. Anschließend gelangt man in den Meditationsraum, wo die BesucherInnen dazu verleitet werden, sich hinzusetzten. Eine Sprecherstimme regt die BesucherInnen durch wenige prägnante Sätze zum Nachdenken an und soll verdeutlichen, dass beim nehmen der gratis Gegenstände die innere Gier gehandelt hat. Die Kernbotschaft der Ausstellung soll durch die direkte Konfrontation zeigen, dass jeder Mensch Gier in sich hat.

Nach diesem Raum wird die BesucherInnengruppe in den nächsten Raum weiter geleitet. Hier beschäftigen wir uns mit dem deskriptiven Teil und dem Kontext. An verschiedenen Stationen auf Stelen soll den BesucherInnen gezeigt werden, welche Ausprägungsstufen Gier hat und wie man darüber Kontrolle erlangen kann. Am Ende des Raumes, sprich beim Verlassen der Ausstellung, wird ein Rahmen gebildet, indem auf die gratis Gegenstände vom Anfang zurückgegriffen wird. Dabei gelangen die BesucherInnen an eine Wand, wo sie sich durch das Aufkleben mit farbig codierten Stickern mit anderen BesucherInnen vergleichen können.

Einzelne Stationen

Folgend geht es an eine detailliertere Ausarbeitung der Ausstellung. Die einzelnen Stationen und ihre Thematiken werden aufgelistet, sortiert und erklärt. Dabei bleibt es, wie eben erklärt, bei den beiden ersten Stationen, dem Aussuchen der kostenlosen Gegenstände und dem Meditationsraum. Fünf weitere Stationen sollen im zweiten Raum beinhaltet sein. Zum einen werden das Gefühl und die Gehirnströme visuell auf den Körper des/der Besuchers/in über einen Beamer getrackt, um zu zeigen und zu erklären, was im Körper passiert. Zum anderen wird die Frage der (Wort-)Herkunft anhand eines Quiz nach dem Prinzip der Quizsendung “ 1,2 oder 3” geklärt. Des Weiteren soll der geschichtliche Kontext mithilfe eines Memories vermittelt werden. Dabei bilden ein Bild oder eine Person und eine kleine Geschichte bzw. ein Fakt ein Paar. Die Wände außen herum werden mit passenden Videos aufbereitet, als wäre man mitten im Geschehen. Eine andere Station beschäftigt sich mit der Kontrolle der eigenen Gier, indem eine Art Anleitung zum Mitmachen vermittelt wird. Zuletzt folgt die Stickerwand um Farbkleber, passend zu den Gegenständen und deren Anzahl, die am Anfang genommen wurden, aufzukleben und sich so mit anderen BesucherInnen vergleichen zu können.