quality questionable

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Paula Vogel
Anna Schneider

Beim Versuch im Laden eine Kaufentscheidung zu treffen, ist es beinahe unmöglich verlässliche und zugängliche Informationen über Essen und dessen Labels zu erhalten. Das Problem fängt bereits bei den Vorschriften an, die regulieren, welche Informationen deklariert werden müssen, und welche Behauptungen getroffen werden dürfen.

quality questionable ist ein Plakat, welches über vier heutige Probleme in der Lebensmittelverpackung aufklärt und mögliche Lösungen für die Zukunft bietet.


WP Informationsgestaltung

KG4, KG6


Supervision
Prof. Andreas Pollok
Dodo Vögler

Prozess


Themenfindung


Unsere Themenfindung begann mit einer STEEP Analyse zum groben Thema “Essen in der Zukunft”. Ein interessantes Thema, welches sich uns ergeben hatte, war die Regionalität von Lebensmitteln und wie diese sich in der Zukunft verändern könnte. Schnell wurde uns klar, dass der Begriff “Regionalität” keine klar festgesetzten Grenzen hat und somit Auslegungssache ist. Das führte dazu, dass wir uns mit weiteren Bereichen der Lebensmittelverpackung auseinander setzten, welche ebenfalls an Transparenz zu wünschen übrig lassen.

Im Laufe der Recherche des Themas wurde uns die Reich- und Tragweite des Themas bewusst und es wurde klar, dass wir eine Priorisierung vornehmen mussten, welche Aspekte des Themas besonders wichtig sind, welche wir ganzheitlich beleuchten wollten und welche sich besser anhand von Beispielen veranschaulichen lassen.

Wir entschieden uns für die Beschäftigung mit den grundlegenden Themen wie Labels, die Deklarierung von Herkunftsländern und Zusatzstoffen, sowie inhaltslose Marktversprechen. Aus diesem Fond an Informationen entstanden mehrere Mindmaps, welche schlussendlich auf die vier Probleme reduziert wurden, welche wir schlussendlich auch auf dem Plakat behandeln.



Erste Skizzen und Konzeption



Erste Konzepte greifen bereits die Idee auf, mit den tatsächlichen Verpackungen von Lebensmitteln herumzuexperimentieren. Da sich unsere Informationen auf das Beziehen, was direkt auf den Produkten abgebildet ist, war es der sinnvolle Ansatz, diese ebenfalls auf grafischen Verpackungsabbildungen anzuordnen, um schon im Layout einen direkten Themenbezug herzustellen. In diesen frühen Entwürfen sollten die Informationen auf aufgeklappten Verpackungen abgebildet werden, welche sich später über AR zu dreidimensionalen Verpackungen zusammensetzen sollten. Diese Verpackungen würden sich dann öffnen und in ihrer Innenseite mögliche Zukünfte präsentieren.

Je weiter wir in unserem Gestaltungsprozess jedoch kamen, desto weniger entsprach dieses Konzept noch unseren Vorstellungen und Anforderungen. Um unseren Informationen den nötigen Raum und die nötige Größe geben zu können, beschlossen wir bereits zusaummengebaute Verpackungen in einem sehr minimalistischen, zweidimensional abgeflachten Stil darzustellen. Die Inhalte werden nach wie vor als Verpackungsdesign dargestellt. Die Erweiterung durch die AR Ebene schafft dennoch eine vorher nicht dagewesene Dreidimensionalität und zeigt durch Interaktion, dass jede Verpackung noch eine Rückseite hat, welche die jeweiligen Zukünfte beherbergt.


Wichtig für diese Art der Visualisierung war eine Festlegung des Abstraktionsgrades der Verpackungen. Wir entscheiden und für eine möglichst einfache Darstellung aus klaren Formen und Linien in der jede Verpackung aus einer einzigen abstrakten Fläche besteht. Um dennoch ausreichend Assoziationen zu Verpackungen herzustellen, entschieden wir uns verschiedene, sich in der Form möglichst unterscheidende Varianten zu verwenden.

Bei der Entwicklung der Gestaltung gelang es uns, einen guten Mittelweg zwischen einem klassischen Verpackungslayout, welches den Formen Kontext gibt und sich als verkaufsorientiertes Corporate Design liest, und einer übersichtlichen Darstellung von Text und Grafik zu finden. Zu diesem Zweck mussten wir ein eigenes Informationsgrafik-Konzept entwickeln, um unseren unterschiedlichsten Informationen in einem einheitlichen grafischen Stil abzubilden und ihnen dabei auch gerecht zu werden. Dabei haben wir mit verschiedenen Abwandlungen klassischer Kreis und Balkendiagramme experimentiert.