Technisches Hilfswerk

Technisches Hilfswerk

Michelle Nicosia
Vivien Kern
Moritz Schuker

Das Technische Hilfswerk ist eine Einrichtung zum Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland, die mit über 80.000 ehrenamtlichen Helfer:innen im In- und Ausland technische humanitäre Hilfe leistet.


Identity Systems

KG4, KG6


Supervision
Linda Hintz

Vorbereitung

Themenfindung

Welche Organisationen könnten für die Projektarbeit interessant sein? Um diese Frage zu beantworten, wurden zahlreiche mögliche Ideen und Themenvorschläge in verschiedene Kategorien geclustert:

Verschiedene Themen wurden anschließend farblich codiert, um eine bessere Übersicht zu erhalten

Zur engeren Auswahl standen letzten Endes noch ca. 10 Themen, die anhand einer Skala von jedem Teammitglied nach persönlicher Präferenz ausgewählt wurden. Aus der Schnittmenge kristallisierten sich schlussendlich drei Favoriten heraus: das Technische Hilfswerk (THW), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Deutsche Aidshilfe.

Anschließend wurde zur besseren Bewertung der finalen Themenvorschläge eine kurze inhaltliche Recherche durchgeführt, bei der die Kernaufgaben, das Selbstverständnis der Organisation und mögliche mediale Anwendungen für ein neues Erscheinungsbild herausgestellt wurden. Nach der gemeinsamen Diskussion fiel die finale Wahl auf das Technische Hilfswerk.

Mit einem neuen Erscheinungsbild für das THW soll der Organisation die Aufmerksamkeit und Anerkennung zukommen, die sie verdient. Die Helfer:innen im THW leisten hauptsächlich ehrenamtliche Arbeit, die in Katastrophen unersetzlich ist. Trotzdem steht das THW im Bewusstsein vieler Bürger:innen im Schatten größerer Organisationen, wie der Feuerwehr oder der Polizei. Die wichtigen, “schmutzigen” Aufgaben wie dem Verräumen von sperrigen Teilen, dem Bauen neuer provisorischer Brücken oder der Notversorgung mit Wasser und Strom leistet fast ausschließlich das THW. Auch gestalterisch bietet das THW einen interessanten Rahmen, da die große staatliche Organisation mit fast 80.000 Helfer:innen zwar ein übergreifendes Erscheinungsbild benötigt und gleichzeitig maßgeblich von seiner Strukturierung in Ortsverbänden lebt.

Das THW

Organisationskern

Das Technische Hilfswerk ist eine Einrichtung zum Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland, die mit über 80.000 ehrenamtlichen Helfer:innen im In- und Ausland technische humanitäre Hilfe leistet.

Why, How, What
Mit der sogenannten “Why, How, What” - Methode wurden die Intentionen und Motivationen der Organisation analysiert.

WHY:
Kostenlose humanitäre Hilfe leisten, indem Sicherheit für alle Menschen gewährleistet wird, Schutz vor Umweltkatastrophen und schlimmere Folgen abfangen und verhindern.

HOW:
Schnell vor Ort sein, ehrenamtliche Organisationsstruktur, Kommunikation zwischen Helfenden und Geholfenen

WHAT:
Technische Hilfe im Verkehr, Brücken bauen, Notstrom-, Wasser- und Lebensmittelversorgung, Räumen, Retten und Bergen



Organisationswerte
Für die folgende Projektarbeit wurden die wichtigsten Kerneigenschaften des THWs definiert.

die Kernwerte des THWs

Zielgruppe



Die Zielgruppe des THWs ist sehr breit gefächert und kann nicht auf eine bestimmte Personengruppe eines bestimmten Alters heruntergebrochen werden, da die Altersspanne des THWs von 6 bis 60+ Jahren reicht. Deshalb half die Definition von insgesamt 7 Personas dabei, die sehr diverse Zielgruppe innerhalb von individuellen Charakteren besser zu fassen.

Dabei wurden folgende Vertreter verschiedener Gruppen erstellt:

  • BuFdi (Pauline, 19, w)
  • Jugendliche:r(Antonio Weber, 14, m)
  • Langjähriges THW Mitglied (Bernd Seibold, 56, m)
  • Mensch mit Migrationshintergrund (Kadin Hamid, 27, m)
  • Mensch mit technischer Ausbildung (Mathias Schöpfer, 33, m)
  • Mensch ohne technische Ausbildun (Anika Haberkorn, 33, w)
  • Mensch, der das THW kennt / kennenlernen will (Hannelore Stoll, 41, w)

Für diese Personas wurden verschiedene Charaktereigenschaften definiert. Noch wichtiger waren aber die Kategorien “Gründe mit dem THW zu interagieren” und “Gründe nicht mit dem THW zu interagieren”.



Key-Findings aus der Zielgruppen-Analyse:
Für die Gestaltung: Das THW braucht ein starkes und vor allem klares Erscheinungsbild, das nicht zu hart und abweisend wirkt. Es sollte gleichzeitig Offenheit und Vielfältigkeit im Erscheinungsbild abgebildet werden. Außerdem spielt die Informations- und Aufklärungsarbeit auch für die abgebildeten Formate und Medien eine wichtige Rolle.

Richtungsfindung


Moodboard
Um eine bessere Vorstellung von den möglichen und zum Technischen Hilfswerk passenden Gestaltungsrichtungen zu bekommen, wurde ein Moodboard erstellt. Dabei wurde auf visuelle Sprache, Fonts, Farben und Grafikstile geachtet, die im späteren Verlauf Inspiration boten.




Farbassoziationen
Um eine passende Farbpalette zu finden, ordnete jede:r aus der Gruppe einzelnen Adjektiven, die mit dem Technischen Hilfswerk assoziiert werden, einzelne Farben zu. Dabei wurde ersichtlich, dass das THW abgesehen von Blau, was am meisten damit in Verbindung gebracht wurde, weitere passende, farbliche Facetten besitzt.





Die Icons sind dabei auch sehr linear und stabil. Einzelne Elemente wie Farbverläufe und Farbflächen mit Transparenz sollen diese wieder etwas ruhiger und weicher wirken lassen. Dabei ist besonders wichtig, dass diese auch gut lesbar und nicht zu künstlerisch sind, um ein problemloses Interpretieren bei deren Nutzung als Leitstystem in Krisengebieten zu ermöglichen.

Inspirationssammlung für Piktogramme





Die Illustrationen sollten Kontrast zu den anderen Elementen schaffen. Sie sollen betrachtenden Personen den Zusammenhalt und die Wärme des THWs übermitteln. Dies wurde erzielt durch dünne Konturen, Muster, Farbverläufe und teilweise auch handgezeichneten Elementen.

Inspirationssammlung für Illustration



Fonts
Bei den Fonts sollte der technische Charakter des THWs aufgegriffen werden. Dabei wurden viele verschiedene Stilrichtungen ausprobiert. Mitunter komplett ohne Rundungen, mit konstruierten Wirkungen, sehr geradlinig oder mit dicken Grund- und Haarstrichen. Als Fließtext kamen gängigere Schriftarten in Betracht, da diese gut lesbar sein müssen und ein experimentellerer Ansatz hinderlich wäre. Dabei wurde aber ebenfalls darauf geachtet, nicht zu zu filigranen Schriften zu greifen.

Fonts in der Auswahl

Die Schriften wurden ausgedruckt und ohne weitere Informationen an Kommiliton:innen gegeben und von diesen kommentiert. Somit gab es noch weitere Sichtweisen auf die Fonts, was bei der Auswahl dieser half.