08 · Learnings

Die Antwort auf die Frage, mit der wir begonnen haben.

Die Frage, um die wir das gesamte Projekt gerahmt haben, war, wie Staedtler seine analoge Identität bewahrt und trotzdem die Märkte von morgen erreicht. Die Antwort, bei der wir gelandet sind: es hört auf, eine Entweder-oder-Frage zu sein. Schnell und langsam sind keine gegensätzlichen Wetten, sie sind derselbe Markenkern, nur in zwei Richtungen gerichtet.

Die schwerere Lektion betraf Zurückhaltung. Es wäre leicht gewesen, Mars Mind mehr Funktionen zu geben, mehr Integrationen, mehr Gründe, die App zu öffnen. Das Gerät funktioniert nur, weil es all das ablehnt, und diese Zurückhaltung gegen jeden Instinkt zu verteidigen, mehr Wert hinzuzufügen, war die eigentliche Gestaltungsarbeit.

Das ist einer von vielen möglichen Wegen. Er zeigt nur, was möglich wird, wenn Staedtler sich traut, neu zu denken.

Einer Marke mögliche Entwicklungen als Konzept zu visualisieren, war dabei eine wichtige Erfahrung, aus der wir als Team, nicht nur gestalterisch, sondern konzeptionell weiter wachsen konnten. Vom Ausgangspunkt der Marke hinzu Transformation einer Identität, die sich durch Kommunikation weit über der Produktebene definiert und dabei dennoch ihr Erbe erhält. Damit es am Ende heißt: “Das ist neu, aber das passt zu Staedtler, so waren sie doch eigentlich schon immer!”.

Kreativität ist der Teil, der jede Zukunft übersteht. Schnell oder langsam, digital oder analog, Staedtler muss sich nicht entscheiden. Beides ist genuin die Marke, und beides trägt sie weiter.