ANALOG + stärkt analoge Lern- und Denkprozesse im Alltag von Kindern und Familien als Grundlage für kritisches Denken und menschliche Entwicklung und nutzt diese, um eine verantwortungsvolle Brücke in die digitale Welt und das Bildungssystem zu schaffen.
Analytisches Gestaltungsprojekt
SG2
Prof. Leif Huff
Olivier Brückner

01 Kontext + Überblick
Abstrakt
Der Markt für klassische Schreib- und Kreativwerkzeuge steht zunehmend unter Druck durch digitale Arbeitsweisen, veränderte Nutzungsgewohnheiten und globalen Wettbewerb. Gleichzeitig zeigen Studien wie PISA sowie aktuelle Forschungsergebnisse, dass Kompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität und Selbstregulation immer relevanter werden, wie, Fähigkeiten, die eng mit analogen Lern- und Denkprozessen verknüpft sind.
Das Projekt „Analog +“ untersucht im Kontext der Kooperation zwischen der HfG Schwäbisch Gmünd und STAEDTLER, wie analoge Werkzeuge im Alltag von Kindern und Familien neu positioniert werden können. Ziel ist es, eine pädagogisch sinnvolle Brücke zwischen analogem Lernen und digitaler Welt zu schaffen, ohne dabei zusätzliche oder unnötige Digitalisierung zu forcieren.
Mithilfe von Design-Futuring-Ansätzen entwickelt das interdisziplinäre Team mögliche Zukunftsszenarien für Lern- und Kreativökosysteme. Im Zentrum steht die Vision einer Generation, die digitale Technologien selbstbestimmt, reflektiert und kompetent nutzt. Basierend auf starken analogen Grundlagen. Analog + versteht sich damit als strategischer Impuls für STAEDTLER, um den Wandel im Bildungs- und Kreativkontext aktiv mitzugestalten.
Design Futuring
Design Futuring war ein zentraler Bestandteil unseres Projekts und diente dazu, mögliche Zukunftsentwicklungen systematisch zu erkunden und in konkrete Gestaltungsansätze zu übersetzen. Dabei orientierten wir uns am Buch von Benedikt Groß, das uns als methodische Grundlage für die Entwicklung von Szenarien, Narrativen und strategischen Perspektiven diente. Ziel war es, nicht nur Trends zu beobachten, sondern daraus alternative Zukünfte abzuleiten und diese visuell sowie inhaltlich für unser Projekt nutzbar zu machen.
Team
Das Team besteht aus vier Studierenden mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Jan Lonardoni in der Interaktionsgestaltung, Finn Sommerhoff im Industrial Design sowie Vanessa Stössinger und Julian Törke in der Kommunikationsgestaltung. Durch diese interdisziplinäre Zusammensetzung konnten wir Perspektiven aus Gestaltung, Produktentwicklung und Kommunikation sinnvoll verbinden und das Projekt gemeinsam weiterentwickeln.

Kooperation
STAEDTLER wurde 1835 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Nürnberg, wo das Unternehmen seit fast 200 Jahren verwurzelt ist. Heute zählt STAEDTLER zu den ältesten Industrieunternehmen Deutschlands und produziert an insgesamt sechs Standorten weltweit, davon vier in Deutschland. Rund zwei Drittel der Produkte werden in Deutschland hergestellt, was die enge Verbindung von Tradition, Qualität und „Made in Germany“ unterstreicht. Im Kontext unseres Projekts haben wir STAEDTLER als Ausgangspunkt genutzt, um die Rolle analoger Werkzeuge in einer zunehmend digitalen Lern- und Arbeitswelt neu zu betrachten. Dabei ging es uns darum, die Marke nicht nur als Hersteller klassischer Produkte zu verstehen, sondern als Akteur, der analoge Denk- und Lernprozesse aktiv mitgestalten kann.