COSM – For those who build ahead.

COSM – For those who build ahead.

Sarah Fütterling
Natalie Gröner
Jessica Messer
Nina Papadopoulos

Ein digitales System in Verbindung mit dem Messtool MT CS 360 zur optimierten Material- und Werkzeugplanung im Handwerk, zur CO₂-Budgetierung und für eine nachhaltige Baustellenplanung.


SG2 Analytische Gestaltung

SG2


Supervision
Prof. Benedikt Groß
Prof. Leif Huff

Kontext und Thema

Szenario

Im Jahr 2035 ist nachhaltiges Handwerk kein Ideal mehr, sondern verbindlicher Standard.
Bauen und Renovieren unterliegen klar definierten CO₂-Budgets, ähnlich einem Kostenrahmen. Jede Baustelle erhält ein festes Emissionskontingent, das den gesamten Prozess messbar und vergleichbar macht. CO₂ wird damit zu einer planbaren Größe und zu einem festen Bestandteil der Projektplanung.

Der CO₂-Nachweis ist Teil jedes Angebots. Handwerksbetriebe sind verpflichtet, die CO₂-Bilanz pro Auftrag auszuweisen und Material- sowie Werkzeugentscheidungen transparent zu dokumentieren. Je besser die Planung, desto niedriger fällt die CO₂-Bilanz aus – Überschreitungen des Budgets verursachen zusätzliche Kosten.

Nachhaltige Materialien stehen dabei nicht mehr für Verzicht, sondern für Qualität und Langlebigkeit. Recyclingkunststoffe und biobasierte Werkstoffe gelten als technologisch hochwertig, robust und zukunftsfähig. Sichtbare Recyclingstrukturen sind ein Zeichen von Innovation und Verantwortung.

Handwerker arbeiten als vernetzte Generalisten. Digitale Tools, präzise Vermessung und vollständige Materiallisten sorgen dafür, dass beim ersten Einsatz alles vorhanden ist. Fehlfahrten, Nachlieferungen und unnötiger Abfall werden vermieden – nicht aus Idealismus, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit.

2035 bedeutet:
Nachhaltigkeit ist kein Zusatz mehr – sie ist ein messbarer Qualitätsstandard im Handwerk.

Vor diesem Hintergrund beschäftigten wir uns mit unserem Projekt COSM der Frage, wie Material- und Werkzeugengpässe vermieden, Recyclingkultur in Produkten sichtbar gemacht und eine nachhaltige Zukunft von Baustellen aktiv gestaltet werden kann.

Team

Das Projekt COSM (CO₂ systemic measuring) wurde von 4 Studierenden des Masterstudiengangs Strategische Gestaltung bearbeitet. Das interdisziplinäre Team besteht aus Sarah Fütterling, Natalie Gröner, Jessica Messer und Nina Papadopoulos.

Team
Kooperation und Schnittstelle

COSM entstand in Kooperation mit Festool. Aufbauend auf einem zuvor getesteten Workshop konnten wir diesen direkt bei Festool durchführen. Durch den Einsatz von Methoden wie STEEP, Futures Wheel und 2×2-Szenarien entwickelten wir eine zukunftsrelevante Schnittstelle zwischen Festool und dem Handwerk.

Workshop mit Festool
Fokus

Durch den Workshop konnten wir unseren Fokus klar definieren. Wir entschieden uns bewusst dafür, Malerbetriebe in den Mittelpunkt zu stellen, um unser Konzept zunächst anhand einer konkreten Zielgruppe zu visualisieren und greifbar zu machen. Seitens Festool wurde bestätigt, dass künftig wieder ein stärkerer Fokus auf Maler- und Zimmererbetriebe gelegt werden soll. Ein weiterer zentraler Punkt war der Nachhaltigkeitsaspekt, der für Festool eine hohe Relevanz besitzt. Diesen haben wir gezielt in unser Zukunftsszenario integriert und gehen davon aus, dass für Bauherren und Handwerksbetriebe bis 2035 deutlich strengere Vorgaben zum CO₂-Fußabdruck gelten werden.

Zudem zeigte sich ein klares Interesse an einem Tool, das präzise Messungen sowie Nutzungs- und Projektdaten erfassen kann. Auf dieser Grundlage fokussierten wir uns gezielt auf diese Bereiche, um sowohl für Festool als auch für Handwerksbetriebe einen konkreten Mehrwert zu schaffen.

Während der gesamten Ausarbeitung standen wir in engem Austausch mit einem Malerbetrieb. Dadurch konnten wir den Prozess kontinuierlich nutzerzentriert validieren und das Konzept direkt an den realen Bedürfnissen der Endnutzer ausrichten und testen.

Validierung durch Maler
Fragestellung

Anschließend wurde eine Fragestellung formuliert, anhand dieser sich der Rahmen und Umfang des Projektes orientierte.

Fragestellung