5. Säulen des Lernens
Für uns gibt es zwei Zentrale Säulen die das nachhaltige Lernen im Handwerk 2035 beeinflussen werden.

Dokumentation
Dokumentation ist kein Archiv, sondern das Sichtbarmachen relevanter Arbeitsschritte. Sie entsteht dort, wo Entscheidungen getroffen, Abweichungen erkannt oder Wissen weitergegeben wird, und stabilisiert Arbeit während und zwischen der Ausführung. Richtig eingesetzt ermöglichen Daten, handwerkliche Prozesse sicherer, effizienter und lernfähig zu gestalten: Fehler werden nachvollziehbar, Übergaben robuster und Erfahrungswissen systemisch nutzbar, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen.
Kollaboration
Kollaboration bedeutet im handwerklichen Kontext nicht „mehr reden“ oder Meetings, sondern koordinierte Zusammenarbeit entlang realer Arbeitsprozesse. Sie wird notwendig, weil Arbeit komplexer, arbeitsteiliger und weniger stabil geworden ist. Mehr Gewerke, Schnittstellen und Wechsel machen Abstimmung zur Voraussetzung guter Arbeit, nicht individuelles Können allein.
Gleichzeitig ist Kollaboration eine Voraussetzung für nachhaltiges Handeln: Nur durch abgestimmte Prozesse lassen sich Materialeinsatz, Nacharbeit, Fehler und Ressourcenverluste reduzieren. Nachhaltigkeit entsteht damit weniger durch Einzelentscheidungen als durch gemeinsam organisierte Arbeit.